
Leidenschaftlicher Wahrheitssucher und virtuoser Pianist: Busoni-Preisträger und gefeierter Liszt-Interpret, dessen Spiel Feuer, Tiefgang und künstlerische Wahrhaftigkeit vereint.
Stürmischer Poet und Wahrheitssucher
Marcel Reich-Ranicki bezeichnete Boris Bloch als „stürmischen Poeten“. Auf seiner ersten Chopin-CD, die der verstorbenen Teofila Reich-Ranicki gewidmet ist, zeigt Bloch laut Sylvia Adler (Darmstädter Echo, 3. August 2012), dass er „mehr ist als das: nicht nur feuriger Klangschöpfer, sondern vor allem leidenschaftlicher Wahrheitssucher“. Die Aufnahme wurde vom Radio Stephansdom in Wien zur CD der Woche gewählt.
Boris Bloch: der stürmische Poet am Klavier, der Kenner der Rhythmen in der Musik und in der Sprache.
Marcel Reich-Ranicki
Auszeichnungen für Liszt und Beethoven
Seine Liszt-CDs erhielten den Grand Prix und zum 200. Geburtstag von Franz Liszt den Ehrenpreis der Ungarischen Lisztgesellschaft, überreicht in Budapest, Die Beethoven-Doppel-CD mit Sonaten wie der „Appassionata“ und „Waldstein“ wurde von „Piano News“ mit sechs Sternen bewertet.
Große Liszt-Edition
Eine bedeutende Veröffentlichung Blochs ist eine sechsteilige CD-Box mit Werken von Franz Liszt, darunter die kompletten Zyklen „Années de pèlerinage“ und „Harmonies poétiques et religieuses“.
Wurzeln in Odessa und Ausbildung in Moskau
Boris Bloch wurde in Odessa, heutiger Ukraine geboren und studierte am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau bei Tatjana Nikolaeva und vor allem bei Dimitri Bashkirov. 1978 gewann er den Ersten Preis des Internationalen Klavierwettbewerbs „Ferruccio Busoni“ in Bozen.
Professur in Deutschland und pädagogischer Einfluss
Seit 1985 lebte Bloch als Professor an der Folkwang Hochschule in Deutschland. 2007 wurde er mit dem Pädagogik-Preis der Stadt Duisburg ausgezeichnet. Zu seinen Schülern gehörten Evgeni Bozhanov, Vladimir Kharin, Eduard Kiprsky, Peter Jozha und der früh verstorbene Nikolaus Lahusen.
Ehrenmitglied der Österreichischen Liszt-Gesellschaft
Im März 2018 erhielt Bloch die Ehrenmitgliedschaft des Österreichischen Liszt-Vereins für seine Verdienste um das Liszt-Erbe.
Konzerttätigkeit in den USA und Europa
Nach dem Gewinn der „Young Concert Artists“-Auditions 1976 trat Bloch mit amerikanischen Orchestern wie Cleveland, Pittsburgh, Houston, New Orleans, Phoenix, Indianapolis und New Jersey auf. In Europa spielte er u.a. mit der Mailänder Scala, dem Teatro La Fenice, RAI-und-RSO- Orchestern, dem Wiener Tonkünstler-Orchester und dem Tonhalle-Orchester Zürich.
Auftritte bei internationalen Festivals
Er war Gast bei Festivals wie Klavierfestival Ruhr, Beethovenfest Bonn, Luzern, Stresa, Flandern, Istanbul, Bologna („I Grandi Interpreti“), Berliner Festwochen, Chopinfestivals Duszniki -Zdrój und Marienbad, Carinthischer Sommer.
Aktuelle Konzertengagements und Jurytätigkeit
Zu jüngeren Auftritten gehören Lisztfestival Raiding, Liszt-Biennale Thüringen, Festivals in Verona und Noto, die Duisburger Philharmoniker und der Klavierzyklus „Meisterpianisten“ der Nationalen Philharmonie der Ukraine. Er spielte u.a. im Mozarthaus Wien, Konzerthaus Berlin, São Carlos Lissabon, Benedetto Marcello Conservatorio Venedig, Köln, Warschau und der Essener Philharmonie. Er war Juryvorsitzender beim Wettbewerb in Verona und Juror in Sacile Venezia Giulia und Seregno. Im Juni 2024 war er erneut Juror beim Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau.
Aktuelle CD-Würdigungen
Seine Bach-Doppel-CD wurde bei der spanischen Musikzeitschrift RITMO als „Top 10 Recording des Monats“ ausgezeichnet. Weitere Doppel-CDs umfassen acht Beethoven-Sonaten und Chopin-Werke.
Die jüngste CD „Chopin…“ erschien 2025 bei Gramola. 2026 erscheint ebenfalls bei Gramola seine CD Édition „Aveu passionné“, bestehend aus 13 CDs und enthält Werke von Scarlatti, Bach, Mozart,Beethoven, Schubert, Liszt, Chopin, Tchaikovsky und Rachmaninow.
Meisterkurse und Ehrentitel
Boris Bloch leitet regelmäßig Meisterkurse u.a. beim Wiener Musikseminar, Vienna School of music und der Chopin-Gesellschaft Darmstadt.
